Ausstellung: Äthiopien - Faszinierende Kulturen und außergewöhnliche Landschaften

Im Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen (in Albersdorf am Bahnhof ) wurde die Ausstellung

„Äthiopien – Faszinierende Kulturen und außergewöhnliche Landschaften“

am 8. April 2011 für die Dauer von 11 Wochen bis zum 26.06.2011 eröffnet.



Der Albersdorfer Bürgermeister, Herr Peter Mucke begrüßte die ca. 40 Gäste, die zur Eröffnung der Ausstellung erschienen waren. Herr Dr. Rüdiger Kelm, Leiter des Museums dankte Herrn Prof. Rudolf Bork und den anwesenden 12 Studenten vom Kursus "Environmental Management" des Instituts für Ökosystemforschung der Universität Kiel für die Zusammenarbeit und Erstellung dieser Ausstellung.
Auf 18 Postern wird eindrucksvoll die Situation der Kultur- und Bodenverhältnisse und die damit zusammenhängenden Probleme in Äthiopien verdeutlicht.









(Fotos: Rüdiger Kelm, Klaus Otto Timm)

Exposee zur Ausstellung:

Museum für Archäologie und Ökologie
Dithmarschen, Albersdorf


„Äthiopien –
Faszinierende Kulturen und außergewöhnliche Landschaften“

als Sonderausstellung im Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen
vom 8. 4. 2011 bis 26. 6. 2011

Die neue Sonderausstellung wurde federführend vom Institut für Ökosystem-forschung der Universität Kiel in Kooperation mit dem Albersdorfer Museum erstellt.

Vielen Menschen ist Äthiopien nur aus den Nachrichten über dortige Hungersnöte und kriegerische Konflikte bekannt. Dabei weist dieses große Land ist Osten Afrikas einen enormen kulturellen Reichtum, eine wechselvolle Geschichte und vielfältige Naturschätze auf: Aus Äthiopien stammt der Kaffee, Äthiopien ist nie europäische Kolonie gewesen und weist seit dem 4. Jahrhundert eine bis heute bestehende eigenständige christliche Kultur auf.

Im Hochland des Südens haben sich in Räumen, die manchmal kleiner als die Stadtfläche Hamburgs sind, Kulturen mit eigener Sprache und bemerkenswerten eigenen Bräuchen entwickelt. In einigen Kulturen hat – zum Kummer der Älteren – der Kinderreichtum in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Die Tragfähigkeit ist heute in vielen Regionen des südäthiopischen Hochlandes erreicht. Während die Erst- und Zweitgeborenen meist im Hochland verbleiben (können), müssen die weiteren Kinder einer Familie aufgrund fehlenden (Garten-)Landes und der damit resultierenden ungenügenden Nahrungsmittelversorgung oft das Hochland verlassen, sobald sie erwachsen sind.
Während das Hochland ein gemäßigtes Klima besitzt und malariafrei ist, sind die Ausweichräume der auswandernden jungen Menschen im ostafrikanischen Grabenbruch zumeist malariaverseucht, oftmals heiß und bereits von den Angehörigen anderer Kulturen (wenn auch meist nur in geringer Dichte) bewohnt.

Die Ausstellung im Albersdorfer Museum stellt einige der in Europa kaum bekannten Kulturen Äthiopiens vor, die Kulturgeschichte des Kaffeeanbaus wird erläutert und aktuelle Probleme bzw. Entwicklungsperspektiven des ostafrikanischen Landes werden diskutiert.
Mehrere originale Exponate aus Äthiopien veranschaulichen Tradition, Landnutzung und kulturelle Vielfalt dieses faszinierenden Landes.

Am Donnerstag, den 16. Juni 2011 findet um 19.30 Uhr der Vortrag „Äthiopien – die faszinierenden Kulturen und Landschaften des Südens“ von Herrn Prof. Dr. Hans-Rudolf Bork vom Institut für Ökosystemforschung der Universität Kiel im Bürgerhaus Albersdorf statt.

Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen
Bahnhofstr. 29, 25767 Albersdorf, www.museum-albersdorf.de
Öffnungszeiten: Di – Fr 10.30 – 17.00 und So von 11.00 – 17.00 Uhr geöffnet.

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